Donnerstag, 6. Oktober 2011

Grundgehälter europäischer Top-Manager stagnieren � Boni um 10,5 Prozent gestiegen

Europäische Studie von Hay Group: Unternehmen setzen auf leistungsbezogene Vergütung

Frankfurt, 6. Oktober 2011 � Europäische Unternehmen zahlten ihren Top-Managern (Vorständen) für das vergangene Geschäftsjahr 10,5 Prozent mehr Boni. Dieser Trend zieht sich durch alle Branchen. Die Grundvergütung hingegen stieg nur moderat. Das geht aus einer aktuellen Studie der weltweit agierenden Unternehmensberatung Hay Group über die Vergütung des Top-Managements von 312 der 500 größten börsennotierten Unternehmen in Europa hervor.

Besonders in schwierigen Marktumfeldern setzen die großen börsennotierten europäischen Unternehmen auf eine ergebnisbezogene Vergütung, um zu wachsen. Dieser Trend war in der Schweiz stark ausgeprägt. Dort stieg das Grundgehalt lediglich um 0,7 Prozent, an Boni zahlten die Unternehmen jedoch 11,8 Prozent mehr aus.

Wie Gehaltspakete strukturiert werden, hängt zunehmend von der Regulierung in den einzelnen europäischen Ländern ab. In deutschen Firmen stiegen die Grundgehälter mit
4,2 Prozent. Damit ist Deutschland im europäischen Vergleich zwar Spitzenreiter, was aber auch auf die neue, strengere Gesetzgebung zur Vorstandsvergütung (VorstAG) zurückgeht. Der Grund: In Deutschland fordert die neue Gesetzgebung eine nachhaltige variable Vergütung. Daher sind die Boni rückläufig und die variable Vergütung mit einer Performance-Messung über mehrere Jahre nimmt zu. Dr. Christine Abel, zuständige Partnerin für Executive Rewards D / A / CH von Hay Group: �Durch die Regulierung werden die Gehälter von Vorständen immer mehr von der Geschäftsstrategie entkoppelt. Das ist kontraproduktiv, wenn man eine nachhaltige Vergütung anstrebt, die auch mit der Unternehmensstrategie in Einklang steht."
Am 6. Oktober 2011 findet die 1. Europäische Kunden-Konferenz über Top-Management- Vergütung der Hay Group in Frankfurt am Main statt. Neben den Ergebnissen der europäischen Studie werden auch die neuesten Entwicklungen zur Corporate Governance in Europa und den USA diskutiert.

Eine analoge Studie zur Aufsichtsratsvergütung ist in Arbeit. Die Ergebnisse werden in den nächsten Wochen erwartet.


Über Hay Group:
Hay Group ist eine global operierende Unternehmensberatung, die ihre Kunden dabei unterstützt, die Ergebnisse nachhaltig zu verbessern. Wir entwickeln mit unseren Kunden individuelle und umsetzbare Lösungen in den Feldern Organisation, Führung, Performance Management, Mitarbeitermotivation und Vergütung. Als einzige Unternehmensberatung erarbeiten wir hierzu integrierte Lösungen. Weltweit beschäftigt Hay Group 2.600 Mitarbeiter in 85 Büros in 49 Ländern.

Weitere Informationen finden Sie unter www.haygroup.de.

Link zur Pressemitteilung:
http://www.newsmax.de/grundgehaelter-europaeischer-topmanager-stagnieren--boni-um-105-prozent-gestiegen-pressemitteilung76743.html